Für Euch am Ball GG

Fotos, Layout: G.Götze

Der SV Rot-Weiss Walldorf e.V. gibt bekannt, dass Cheftrainer Artur Lemm den Verein zum Ende der laufenden Saison verlassen wird. Nach fast 5 erfolgreichen Jahren an
der Seitenlinie trennt sich Rot-Weiß Walldorf von Artur Lemm.

Artur Lemm hatte den Posten im Jahr 2021 übernommen - zunächst als Interimstrainer nach dem Rücktritt von Max Martin, bevor er kurz darauf dauerhaft die Verantwortung
als Cheftrainer übernahm. In den folgenden Jahren prägte Lemm mit seinem Trainerteam die Entwicklung des Vereins maßgeblich. Unter seiner Führung entwickelte sich
die Mannschaft kontinuierlich weiter und kämpfte sich Schritt für Schritt bis an die Spitze der Hessenliga. In der vergangenen Saison verpasste die Mannschaft nur knapp
den möglichen Aufstieg in die Regionalliga.

Dabei überzeugte das Team nicht nur durch konstante Ergebnisse, sondern auch durch eine klare Spielidee und große mannschaftliche Geschlossenheit. Ein besonderes
Augenmerk legte Lemm auf die Integration junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs von Rot-Weiß Walldorf. Mehrere Talente erhielten unter ihm frühzeitig Einsatzzeiten
im Seniorenbereich und zahlten das Vertrauen mit starken Leistungen zurück. Gleichzeitig setzte er sich intensiv für die Entwicklung der U23 ein, die dank seiner
Unterstützung und engen Verzahnung mit der ersten Mannschaft zweimal aufsteigen konnte und sich nachhaltig in der Verbandsliga etablieren konnte.

Nach offenen und vertrauensvollen Gesprächen wurde nun beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Artur Lemm möchte sich neuen
sportlichen Herausforderungen stellen und seine Laufbahn in einem anderen Umfeld fortsetzen.

Der Verein bedankt sich bei Artur Lemm herzlich für seine engagierte Arbeit, seine Professionalität und seinen unermüdlichen Einsatz, mit denen er die Mannschaft über die
Jahre maßgeblich geprägt hat. Die Zusammenarbeit war stets konstruktiv, vertrauensvoll und von gegenseitigem Respekt geprägt.

Für seine private und sportliche Zukunft wünscht der SV Rot-Weiss Walldorf e.V. Artur Lemm alles Gute, viel Erfolg und weiterhin sportliche Höhepunkte."

Das neue Trainerteam stellt der SV Rot-Weiß Walldorf in den nächsten Tagen vor.

Gez.: Vorstand Fußball RW Walldorf
Als Tabellensechster in die Winterpause zu gehen, entspricht in etwa den Erwartungen von Tim Grünewald. Ganz zufrieden ist der 24-jährige Mittelfeldspieler des SV Rot-Weiß
Walldorf dennoch nicht. Nach der starken Vorsaison 2024/25, in der die Hessenliga-Fußballer lange um die Meisterschaft mitspielten und am Ende Rang vier belegten, hatte
sich das Team insgeheim mehr erhofft.
Doch die aktuelle Spielzeit steht unter besonderen Vorzeichen. Der im Sommer bevorstehende Abschied von Trainer Artur Lemm sowie der verpasste Regionalliga-Aufstieg
haben Spuren hinterlassen. „Das bisher Erreichte ist dadurch ein Stück weit in den Hintergrund gerückt", räumt Grünewald ein.
Dabei waren die Voraussetzungen vor Saisonbeginn durchaus vielversprechend. Der junge Kader blieb größtenteils zusammen und wurde gezielt verstärkt. „Spieler wie Pau
Babot oder Hendrik Sexauer haben ihre Qualität in der Hessenliga bereits nachgewiesen", sagt Grünewald, einer von vier Kapitänen der Mannschaft.
Unterschwellig habe das Team jedoch eine emotionale Last mit in die neue Runde genommen. Der Grund: die Entscheidung des Vereins, auf einen möglichen Aufstieg zu
verzichten, da das Stadion nicht rechtzeitig regionalligatauglich gemacht werden konnte. Hinzu kam ein anspruchsvolles Auftaktprogramm mit zahlreichen Topteams. Trotz
ordentlicher Leistungen standen nach sieben Spielen nur fünf Punkte zu Buche.
„Wir haben dann mannschaftsintern einen klaren Schnitt gemacht", berichtet Trainer Artur Lemm. Intensive Gespräche und großer Zusammenhalt im Team führten zur Wende.
Grünewald betont: „Ohne diesen Zusammenhalt wären die nächsten Wochen so nicht möglich gewesen."
Die Reaktion auf dem Platz folgte prompt: Sechs Spiele in Folge blieb Rot-Weiß ungeschlagen, holte fünf Siege und ein Unentschieden. Insgesamt sammelte das Team in den
letzten 13 Partien vor der Winterpause 26 Punkte - ein Schnitt von zwei Zählern pro Spiel. „Damit gehört man am Ende zu den Top drei", ist Lemm überzeugt.
Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg sei inzwischen verarbeitet, sagt Grünewald: „Das Vergangene ist nicht mehr zu ändern."
Der Mittelfeldmann, der bei der Spvgg. Hösbach-Bahnhof ausgebildet wurde und bereits mit 18 Jahren Regionalliga-Erfahrung beim FC Bayern Alzenau sammelte, ist in Walldorf
längst eine feste Größe. Unter Trainer Lemm, mit dem ihn eine lange gemeinsame Geschichte verbindet, kommt Grünewald in dieser Saison auf elf Torbeteiligungen in 15
Einsätzen. Eine Rotsperre kostete ihn allerdings drei Spiele - sonst wäre die Bilanz wohl noch besser.
Für die restlichen 14 Saisonspiele blickt Grünewald optimistisch nach vorn. Hinter Spitzenreiter Eintracht Frankfurt U21 und dem FC Eddersheim ist die Liga extrem eng.
Zwischen Platz drei und zwölf liegen nur wenige Punkte. „In dieser Spanne ist alles möglich", sagt der 24-Jährige selbstbewusst. „Wir sehen keinen Grund, warum am Ende
mehr als zwei Mannschaften vor uns stehen sollten."
Ob der angekündigte Abschied von Trainer Artur Lemm den weiteren Saisonverlauf beeinflusst, bleibt abzuwarten. Fest steht: Rot-Weiß Walldorf hat sich stabilisiert - und noch
ehrgeizige Ziele.
Sascha Volk und Taner Yalcin werden Trainerduo des SV Rot-Weiss Walldorf
Der SV Rot-Weiss Walldorf hat für die Spielzeit 2026/27 ein neues Trainerteam verpflichtet: Sascha Volk und Taner Yalcin übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die
erste Mannschaft. Das Duo bringt viel Erfahrung aus den hessischen Spielklassen mit und soll die positive Entwicklung des Vereins weiter voranbringen.
Sascha Volk war von Januar 2020 bis Juni 2024 als Cheftrainer der SG Bornheim in der Verbandsliga Hessen-Süd tätig. In diesem Zeitraum führte er die Mannschaft zweimal
auf den zweiten Tabellenplatz. In der Saison 2022/23 verpasste das Team den Aufstieg in die Hessenliga nur knapp nach einer Relegation. Zuvor sammelte Volk wertvolle
Erfahrungen in der Oberliga als Co-Trainer der damaligen U23-Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden und als Videoanalyst beim FSV Frankfurt. Aktuell kümmert er sich um
die Jugendarbeit vom SC Eintracht Sportfreunde Windecken und ist als Scout für die SG Dynamo Dresden im Einsatz.
Taner Yalcin ist derzeit noch Trainer der SG Bornheim und wird den Posten zum Saisonende abgeben. Zuvor war er zweieinhalb Jahre als Co-Trainer beim FSV Frankfurt tätig
und begleitete dort eine positive sportliche Entwicklung. Als Cheftrainer übernahm er anschließend den SC Hessen Dreieich und führte die Mannschaft in der zweigeteilten
Oberliga zunächst zur Vorrundenmeisterschaft. In der anschließenden Aufstiegsrunde belegte das Team unter seiner Leitung den dritten Platz - trotz der unmittelbar danach
erfolgten Auflösung der Seniorenmannschaft des Vereins. Weitere Trainerstation war der Hanauer SC 1960 in der Hessenliga.
Sowohl Sascha Volk als auch Taner Yalcin sind in Bornheim aufgewachsen und kennen sich seit der Grundschule. Beide sind Inhaber der UEFA-A-Lizenz und beruflich als
Lehrer tätig. Ihre enge Verbundenheit, die gemeinsame Spielidee sowie ein übereinstimmendes Verständnis von modernem Fußball bilden die Grundlage für eine
vertrauensvolle und erfolgversprechende Zusammenarbeit.
Der SV Rot-Weiss Walldorf blickt mit Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit mit Sascha Volk und Taner Yalcin.
Rot-Weiß Walldorf startet mit einem neuen Trainerteam in die kommende Saison. Sascha Volk und Taner Yalcin übernehmen gemeinsam die sportliche Verantwortung beim
Hessenligisten und bringen klare Ideen sowie langjährige Erfahrung mit. Unterstützung erhalten sie von Ex-Bundesligatorhüter Max Grün, der als spielender Torwarttrainer zum
Verein stößt.

Der Kontakt zu Volk kam über den Sportlichen Leiter Bastian Eisert zustande, der den
Trainer bereits aus dessen Zeit bei der SG Bornheim/Grün-Weiß Frankfurt kannte. Dort
überzeugte Volk durch fachliche Qualität und eine nachhaltige Arbeitsweise - Eigenschaften,
die auch gut zu Rot-Weiß Walldorf passen. Die positive Entwicklung des Vereins,
insbesondere im Nachwuchsbereich und in der Infrastruktur, machte Volk schnell neugierig
auf die Aufgabe.
Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Taner Yalcin verfolgt Volk das Ziel, in Walldorf
einen aktiven, attraktiven Ballbesitzfußball zu etablieren. Beide Trainer kennen sich seit ihrer
Jugend, haben zusammen studiert und stehen auch beruflich im Schuldienst. Ihre enge
Verbindung spiegelt sich in einer klaren gemeinsamen sportlichen Handschrift wider.

Spielender Torwarttrainer Max Grün
Mit Max Grün gewinnt Rot-Weiß Walldorf zusätzliche Erfahrung. Der 38-Jährige wird sich
nicht nur um die Torhüter der Herrenmannschaften kümmern, sondern bereits ab Februar
auch im Jugendbereich aktiv sein. Die Arbeit mit jungen Talenten liegt ihm besonders am
Herzen.

Auch innerhalb der Mannschaft stößt die Entscheidung auf Zustimmung. Spieler wie Pau
Babot, der beide Trainer aus früheren Stationen kennt, zeigen sich überzeugt vom neuen
Weg. Rot-Weiß Walldorf blickt damit optimistisch auf die kommende Saison.